Pflege: Auch Menschen mit Herz brauchen mal Urlaub

„Gerade Menschen, die mit großem Engagement das ganze Jahr über einen Angehörigen pflegen, müssen auch mal abschalten und Urlaub machen können, um neue Kraft zu tanken“, erklärt Sebastian Rokita, Heimleiter des Seniorenwohnparks Vaterstetten.

Der Seniorenwohnpark Vaterstetten bietet deshalb wieder Kurzzeit- und Verhinderungspflege an. „Gerade für die Sommerferien empfehlen wir, sich möglichst bald zu melden, damit wir den Aufenthalt vorbereiten und die Angehörigen auch beim Ausfüllen der Zuschussanträge kompetent beraten können“, erklärt Rokita.

Die Kurzzeitpflege ist eine vollstationäre Pflege, die für maximal 56 Tage im Jahr von der Pflegekasse mit einem Pauschalbetrag von 1.612 Euro bezuschusst wird. Anspruch haben alle Menschen mit anerkanntem Pflegegrad 2, Pflegegrad 3, Pflegegrad 4 und Pflegegrad 5 sowie Menschen, die durch eine Krankheit oder einen Unfall plötzlich pflegebedürftig sind. Ab Pflegegrad 2 kommt noch das nicht genutzte Budget der sogenannten Verhinderungspflege hinzu.

Der Zuschuss steigt damit auf insgesamt bis zu 3.224 Euro pro Jahr.

Für zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen erhalten Pflegebedürftige außerdem 125 Euro pro Monat. Dieser Betrag kann im Rahmen einer Kurzzeitpflege auch für die Unterbringungskosten verwendet werden. Bei Pflegebedürftigen ohne Pflegegrad übernimmt die Krankenkasse einen Teil der Kosten. Für alle weiteren Kosten kommen entweder der Pflegebedürftige, dessen Angehörige oder das Sozialamt auf.

Neben der Kurzzeitpflege steht Pflegebedürftigen zusätzlich eine Verhinderungspflege zu, die nicht an eine kurzzeitige Aufnahme in einer vollstationären Einrichtung gekoppelt ist. Die Verhinderungspflege wird bis zu sechs Wochen im Jahr mit einem Pauschalbetrag von 1.612 Euro bezuschusst.

Sebastian Rokita: „Gerade Angehörige von Demenzkranken stehen unter besonderen Belastungen und brauchen deshalb häufiger eine Auszeit. In diesem Fall haben die Pflegebedürftigen nicht nur den vollen Anspruch auf Kurzzeitpflege sowie den Pauschalbetrag von 1.612 Euro, sondern auf weitere 204 Euro für zusätzliche Betreuungsleistungen. Der Betrag kann für die Unterbringungskosten bei der Kurzzeitpflege aufgewendet werden.“

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